
Netzwerk
Demokratie
Oberrhein
Wofür wir stehen
Unsere Demokratie ist in Gefahr!
In den nächsten Jahren wird sich entscheiden, ob Deutschland eine Demokratie bleibt. Sie wird enden, wenn wir nicht alle dafür einstehen. Das mahnte der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle bei einer Diskussionsveranstaltung in Bad Krozingen. Ende April 2026 wurde im badischen Müllheim das "Netzwerk Demokratie Oberrhein" gegründet. Es hat sich der Aufgabe verschrieben, den zivilgesellschaftlichen Widerstand in der südlichen Oberrheinregion gegen rechtspopulistische und demokratiegefährdende Umtriebe zu stärken, sowie inhaltlich, personell und organisatorisch zu bündeln.
Das soll und darf sich nicht wiederholen!
Demokratie ist die einzige Staatsform, die abgewählt werden kann. Wir wissen: In Deutschland ist das schon einmal passiert. Mit katastrophalen Folgen für alle hier lebenden Menschen: ständige Angst vor Verfolgung und Denunziation statt existenzielle Sicherheit, Gleichschaltung statt Meinungsfreiheit, Massenmord statt (Mit-)Menschlichkeit, Krieg statt Frieden, Zerstörung statt Wohlstand. Das soll und darf sich nicht wiederholen! Immer mehr Menschen auch am Südlichen Oberrhein sehen die Gefahr, die unserem Land von Rechtsaußen droht. Manche engagieren sich zum Teil schon seit vielen Jahren in örtlichen Initiativen, die sich auf vielfältige Weise gegen ein Wiederaufflammen faschistischer, rassistischer, nationalistischer und antidemokratischer Tendenzen in unserem Land zur Wehr setzen.
Es ist noch nicht zu spät!
Vertreter:innen von 15 südbadischen Initiativen haben nun in Müllheim das "Netzwerk Demokratie Oberrhein" geknüpft. Weitere Gruppierungen aus der Region wollen sich uns anschließen oder haben es bereits getan. Unser Ziel ist neben der Intensivierung und Verstetigung der Zusammenarbeit, die Koordination von Aktionen gegen Rechtsextremismus, der gegenseitige Erfahrungsaustausch sowie eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit, beispielweise durch einen gemeinsamen Internet- und Social-Media-Auftritt. Uns eint die Liebe zur Demokratie und zu den liberalen Traditionen unseres Landes, der Respekt vor unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, das Bekenntnis zu den humanistischen Grundwerten unserer Gesellschaft, sowie der Wille, all das entschlossen gegen Anfeindungen von innen und von außen zu verteidigen. Und wir sind der festen Überzeugung: Es ist noch nicht zu spät! – Dann, wenn wir zusammenhalten, wachsam sind und mutig bleiben.

Das Netzwerk für Demokratie Oberrhein beim Gründungstreffen am 25. April 2026 in Müllheim: Gemeinsam gegen Rechtsextremismus und für den Erhalt unserer Demokratie. Fotos: Karlheinz Schiedel
Wir sind dabei
Diese Initiativen aus der Region gehören derzeit dem neu gegründeten Netzwerk Demokratie Oberrhein an:
Bündnis Rheinfelden für Demokratie,
Schopfheim bleibt bunt,
5 vor 12 Lörrach,
Weiler Bündnis für Demokratie,
Demokratie-Forum-Müllheim,
DemokraTisch Buggingen,
Brandmauer Staufen,
Stolperstein Initiative Staufen,
Verein für demokratisches Miteinander Kirchzarten,
Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.,
Bürgerinitiative für Toleranz und Demokratie Denzlingen,
Bündnis Aktiv! gemeinsam für Demokratie Herbolzheim/Kenzingen,
Bündnis Demokratie Ettenheim,
Forum Demokratie Lahr e.V.,
Demokratieforum-Ortenau
Was passiert, wenn die AfD an die Macht kommt?
Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Wahlumfragen deuten darauf hin, dass die AfD einen deutlichen Sieg einfahren könnte. Möglicherweise droht sogar eine Machtübernahme durch die rechtsextreme Partei. Was eine mögliche AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt für unser Land bedeuten könnte, haben die ehemalige Vizelandtagspräsidentin in Thüringen Madeleine Henfling, der Soziologe und Rechtsextremismusexperte Prof. Dr. Matthias Quent, der politische Aktivist Max Schneller gemeinsam mit der Campact-Vorständin Dr. Astrid Deilmann in einer Podiumsdiskussion von re:publika durchgespielt:
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